Medien nutzen, Medien verstehen?

Die ganze Welt liest mit“ schreibt heute der Schul-Spiegel. „Think before you post“ heißt es schon länger bei YouTube. Während sich Jugendliche immer besser mit Medien und Internet auskennen, scheitert es mehr und mehr am Hinterfragen aktueller Trends. Die massive Auskunftsbereitschaft auf studiVZ oder schülerVZ ist nur ein (plakatives) Beispiel dafür. Erste Forderungen nach besserer Unterstützung, z.B. durch Lehrende oder Eltern, werden laut. Eins wird mir dabei klar: Diskussionen um Medienkompetenz erhalten inzwischen eine ganz neue Dimension. Sie zeigen v.a. auf, dass Medien nutzen zu können längst nicht Medien zu verstehen meint (womit ich wieder in Dillingen angekommen wäre).

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3 Antworten auf Medien nutzen, Medien verstehen?

  1. Pingback: Online-Communities: Was Nutzer wollen « Sandra in the Sky

  2. skibowski sagt:

    Gerade heute löschte ich mein studiVZ-Profil. Aber das soll nicht die Eintrittskarte in ihr Kommentarfeld sein. Ich glaube nicht, dass wir schon auf der Spitze der Informationsbereitschaft (nicht nur) junger User in den virtuellen Welten angelangt sind. Andere folgen erst, so wie jetzt erst die restliche Weltengemeinschaft ihre Schadstoffe wie das alte Europa schon lange zuvor einmal, in die Luft blasen wird, werden, sobald alte Menschen, reife Menschen und alles was wir nicht unbedingt Jugendlich nennen würden, das Netz in voller Gänze begriffen, erfasst haben, ihre Notizen und Profilangaben im Netz hinterlassen. Zugunsten vieler. Das wird auch nicht immer gleich Auswirkung haben. Wenngleich man leicht Horrorszenarien skizzieren könnte, sicherlich. Aber ich glaube auch an die Wirkung des gesellschaftlichen Diskurses. Vieles wird mit den Daten möglich sein, einiges wird damit geschehen, ob kontrolliert oder eben nicht. Aber wir werden in dem Prozess auch lernen uns dafür zu trainieren – wir müssen nur erst ein wenig üben.

    Ski

  3. Lieber Ski,

    ich will hoffen, dass allein unser Diskurs eine gewisse Aufmerksamkeit für den Umgang mit privaten Daten etc. erregt. Ich fürchte nur, dass wir ohne eine „Bauchlandung“ nicht auskommen werden – insofern bleibt zu hoffen, dass diese dann für alle als Lernprozess hängen bleibt und weniger im Horrorszenario endet 😉

    Viele Grüße,

    Sandra

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