USuS-Abschlusstagung

In den letzten Tagen war in Hamburg richtig viel los und direkt im Anschluss an das #jfhm12 folgte hier die USuS*-Abschlusstagung, zu der das ZHW der Universität Hamburg eingeladen hatte. Durch die Verpflichtungen am Vortag hatte ich „nur“ die Gelegenheit, die Veranstaltung am Freitag zu besuchen und habe unter anderem die Präsentation der Kernergebnisse verpasst. Diese sind allerdings digital zugänglich, worauf ich gerne zurückgreifen werde. Die kurze Stippvisite hat sich aber dennoch gelohnt:

  • So standen die Implementierung von E-Portfolios im Studiengang „Soziale Arbeit“ an der Hochschule München (Patricia Arnold) sowie im Lehramtsstudium der Universität Kassel (Dorit Bosse) und die Erfahrungen bei der Einführung derselben im Fokus. Sicherlich sind E-Portfolios aus Sicht von E-Learnern keine besondere Neuheit mehr; aus hochschuldidaktischer Sicht sind sie aber nach wie vor eine glückliche Antwort auf offene Fragen, etwa hinsichtlich des Theorie-Praxis-Transfers oder, wie ich an der HAW häufig sage, des Praxis-Theorie-Transfers, denn: Herausforderungen der Entwicklung von Transferwissen stellen sich an Fachhochschulen anders als an Universitäten, da Studierende hier viel stärker in den beruflichen Alltag eingebunden sind und teilweise erst Jahre nach dem Abitur ein Hochschulstudium zur Weiterqualifikation aufnehmen. Umso interessanter sind für uns die Erfahrungen von vergleichbaren Studiengängen an anderen Hochschulen, von denen wir für unsere Angebote im „Mediencurriculum“ viel lernen können.
  • Die Abschlussdiskussion zur Hochschulforschung im Kontext empirischer Bildungsforschung war ebenfalls interessant, da im Speziellen die Interventionsforschung betrachtet wurde. In der Diskussion fühlte ich mich vielfach an den Vortrag von Udo Kelle am Mittwoch erinnert; gleichzeitig kamen mir Diskussionen aus der Medienpädagogik in den Sinn, die sich zuletzt auch häufig um methodische Fragen sowie um die Perspektive der Gestaltung und Entwicklung(sforschung) dreh(t)en. Ohne jetzt im Detail auf Gemeinsamkeiten sowie essentielle Unterschiede einzugehen, möchte ich mit einem Ausspruch Joachim Ludwigs enden, der sein Anliegen früh formulierte und damit durchaus auch die Stimmung des Publikums traf: „Was wir brauchen, ist keine Interventionsforschung, sondern Bildungsprozessforschung.“

Insofern war die USuS-Abschlusstagung einmal mehr ein interessanter Ausflug an die Uni Hamburg, der auf unterschiedlichen Ebenen zu Anschlussdiskussionen und zur Vertiefung einlädt.

*Untersuchung zu Studienverläufen und Studienerfolg

Nachtrag vom 5. Juli 2012: Die Tagungsdokumentation ist inzwischen online auf den Seiten des ZHW verfügbar.

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