Hochschuldidaktik in Theorie, Empirie und Praxis: Rückblick auf drei Workshops

Huch, es ist Ende Mai und seit meinem letzten Posting ist allerhand passiert. Wir blicken u.a. zurück auf die Reihe „Hochschuldidaktik am Mittwoch“. Damit schauen wir zurück auf drei hochschuldidaktische Workshops, die das thematisch-inhaltliche Spektrum des neu gegründeten Higher Educational Design Research Center an der Zeppelin Universität Friedrichshafen aufzeigen und – im Juni – in eine Art Eröffnungsveranstaltung zum HEDeR, wie das Forschungszentrum kurz heißt, münden. Die zurückliegenden Workshops waren klein, aber fein, könnte man sagen, denn: Wir wurden nicht gerade überrannt von Teilnehmenden, was aber angesichts des vorhandenen Interesses und der Intensität der jeweiligen Diskussionen nicht schlimm war. Vielmehr stand das mediengestützte Lehren und Lernen, die Forschungsorientierung in Studium und Lehre sowie das kreative Prüfen im Zentrum der Veranstaltungen. Die Ergebnisse sind durchaus interessant, zeigen sie doch immer wieder auf, wie nah Forschung und Praxis der Hochschuldidaktik beieinander liegen und wie die Reflexion über Forschungsergebnisse und die Gestaltung (z.B. von Lehre) einhergehen können. Entsprechend klar sind auch die Ergebnisse der Workshops zu benennen: Beim ersten Workshop (mediengestütztes Lehren und Lernen) haben wir besonders viel Wert auf den Planungsaspekt von Lehre und den – bezogen auf Medien – nötigen Austausch und die sinnvolle interne Vernetzung von Lehrenden und Studierenden gelegt. So kamen einige Lehrende zu Wort, die bereits eigene Umsetzungsversuche mit digitalen Medien an der ZU gestartet haben, die gerne ihre Erfahrungen weitergeben, aber auch auf Metaebene über das Lernen mit Medien einsteigen wollten. Zugleich haben Studierende aus meiner Lehrveranstaltung im Masterstudiengang Communication & Cultural Management ihre Ideen und Befunde zur mediendidaktischen Qualifizierung von Lehrpersonen vorgestellt. Der zweite Workshop zur Forschungsorientierung griff dann das Credo „Bildung durch Wissenschaft“ auf, welches für die Lehre an der ZU maßgeblich und genauso wesentlich für das HEDeR ist. Diskutiert wurde anhand eines Papiers, das unterschiedliche Facetten von Forschungsorientierung ausmacht und zu Theorie und Praxis in Bezug setzt. Dass wir uns hier für die Arbeit am Artefakt entschieden haben, ist sicherlich ein inhärentes Charakteristikum aller bisherigen drei Veranstaltungen: Inhalt und Methode wurden stets aufeinander angepasst und so „erlebbar“ für alle Teilnehmenden. Der dritte Workshop zum kreativen Prüfen nahm den Ausgang bei 36 Prüfungsvarianten (die über Gabis Blog zugänglich sind), fokussierte ihre Tauglichkeit vor dem Hintergrund sich unterscheidender Lehr-Lernziele und thematisierte schließlich ein Modell, welches die Anerkennung diverser Prüfungsleistungen vor allem administrativ erleichern soll, denn: Obschon Prüfungen vielfach als gesetzt oder durch Bologna eingeschränkt wahrgenommen werden, kamen wir im Workshop zu dem Schluss, dass man Prüfungen aus Lehrenden- und aus Studierendensicht gestalten kann – wenn man will. Dass dabei Rahmenbedingungen der Organisation, aber auch der eigene Standpunkt bzw. Habitus mitunter Grenzen ziehen, ist über das Prüfungsthema hinaus bei allen Themen deutlich geworden. Alles in allem liegen also drei spannende Workshops hinter uns – und wir freuen uns auf den vierten im Bunde, der sich eben speziell der entwicklungsorientierten Bildungsforschung im Kontext Hochschule widmet (herzliche Einladung!).

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