Vortrag: Schwarze Löcher, blinde Flecken, konzeptionelle Leerstellen

Spät, aber nicht weniger gerne stelle ich an dieser Stelle meine Vortragsfolien zur Verfügung, die mir bei der Frühjahrstagung der Medienpädagog_innen als Diskussionsgrundlage dienten. Im Fokus der Tagung standen dieses Mal blinde Flecken medienpädagogischer Forschungstätigkeit. So lag es nahe, mein bei der Herbsttagung in Augsburg vorgestelltes Thema einer Medienbildung an der Hochschule mithilfe der Metaphern von schwarzen Löchern, blinden Flecken und konzeptionellen Leerstellen nochmals aufzugreifen. Ich habe den Vortrag in sehr guter Erinnerung, weil die Idee einer Medienbildung an der Hochschule zur intensiven Diskussion im Plenum anregte: bspw. dahingehend, wie man sich an Hochschulen derzeit mit Medien beschäftigt und welche Rolle darin produzierende (ggü. rezeptiven) Momente haben. In der Diskussion über die medialen Handlungspraktiken an Hochschulen steckte aber das spannendste Moment: Inwieweit unterscheiden sich die medialen Handlungspraktiken von den Praktiken, die per se im Hochschulkontext angestoßen werden? Sind mediale Handlungspraktiken immer auch forschende Praktiken? Wie passen sich diese Fragen zur breiteren Diskussion um Bildung durch Wissenschaft ein?

Gelungen war auch, dass unsere Session einen Bezug zur Medienbildung in Schulen und Hochschulen erlaubte, und damit letztlich die wichtigsten Bildungsinstitutionen fokussiert werden konnten. Weniger berührt wurden außeninstitutionelle Fragen, die aber hinsichtlich einer Medienbildung genauso von Bedeutung wären. Hinter der Forderung nach Medienbildung steht schließlich immer auch eine Idee von Bildung – und damit zusammenhängend persönlichkeitsbildende Überlegungen ausgehend von Subjekt.

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