Zeit für… einen (knappen) Jahresrückblick

Zu Jahresende werden viele Abhandlungen über die Zeit geschrieben. Zeit, die (zu) schnell vergangen ist, Zeit, die man nicht (mehr) hatte, Zeit, die plötzlich da war oder doch ausgegangen ist, Terminstress, … Zeit scheint also Jahr für Jahr ein wichtiger, aber auch limitierender Faktor zu sein. Ich bin daher froh, dass ich im letzten Jahr viel Zeit hatte: Zeit, um mich inhaltlich zu orientieren und meine Interessensbereiche in der Forschung klar(er) abzustecken. Zum Beispiel auf den medienpädagogischen Tagungen in Innsbruck und Aachen, die bei dieser Orientierung deutlich geholfen haben. Später im Jahr ging es dann darum, eine nicht ganz unwesentliche Entscheidung zu treffen. Viel Zeit blieb dafür nicht, aber immerhin genügend, um mich mit der neuen, damals noch potenziellen Organisation auseinanderzusetzen und auch im Kopf ein paar Mal umzuziehen. Das Ergebnis ist bekannt. Seit September bin ich Juniorprofessorin für Mediendidaktik/Medienpädagogik an der Universität zu Köln. Die Eindrücke rund um die neuen Aufgaben und die neue Organisation sind vielfältig und auch gewaltig. Vor allem Fragen im Kontext von Massenuni, Bologna und Zeit(-ökonomien) schwirren mir im Kopf herum – nicht zuletzt wegen meiner forschungsorientierten Vorlesung „Einführung in die Mediendidaktik“. Wie kann man Forschungsorientierung eigentlich in einer Massenuni umsetzen? Wie tragen forschungsorientierte Vorlesungen dazu bei? Einige Antworten auf die Fragen habe ich schon gefunden. Systematischer werden sie im neuen Jahr zur Verfügung stehen. Vor meinem Wechsel nach Köln ist auch viel Zeit in Publikationstätigkeiten geflossen. Darüber hatte ich an anderer Stelle schon geschrieben. Nach und nach erscheinen nun die Texte; auch der Tagungsband zum #JFMH13 ist in den letzten Zügen. Jetzt heißt es, die verbleibende Zeit im Jahr sinnvoll für mich zu nutzen – denn mit dem neuen Jahr kommen gleich neue zeitliche Verpflichtungen auf mich zu. Der Umzug nach Köln (endlich!) ist eine davon, aber auch auf die Teilnahme am Jahresprogramm von Lehre n freue ich mich sehr.

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