Deutschlandreise

Seit einigen Tagen bin ich wieder überall in Deutschland unterwegs, um an business@school teilnehmende Gymnasien zu besuchen. Ich reise wirklich gern dorthin, zumal man erst vor Ort einen „echten“ Eindruck vom Projekt gewinnen kann. Außerdem helfen die zahlreichen Gespräche mit Schülern, Lehrern und Schulleitern, den ohne Zweifel verengten „Computerblick“ auf die eigene Evaluation zu erweitern. Für mich kommt hinzu, dass ich keine ausgebildete Lehrkraft bin und insofern immer wieder überrascht bin von dem, wie Schule heute funktioniert. Obwohl mein Abitur noch nicht allzu lange zurückliegt, hat sich „die“ Schule doch sehr verändert. Der mehr und mehr zu findende, projektartig angelegte Unterricht ist nur ein Beispiel dafür. Inzwischen wird sehr viel mehr Wert auf Teamarbeit gelegt, als ich es rückblickend über meine Schulzeit sagen kann (auffällig übrigens, dass die eigene Schulzeit stets als Referenz herhalten muss ;-)). Außerdem öffnet sich Schule im Hinblick auf Themen, die vormals als negativ oder gar Schul-unwürdig angesehen wurden. Dazu gehört auch das Thema „Wirtschaft“, dessen Stellenwert an den von mir besuchten Schulen (v.a. allgemeinbildende Gymnasien!) unbestritten hoch ist. Selbst wenn nicht jeder Lehrer eine positive Haltung gegenüber Wirtschaft mitbringt, so wollen heutige Lehrkräfte immerhin kritisches Denkvermögen demgegenüber fördern – eine moderne Interpretation der humanistischen Bildungsidee, wie ich finde. Schließlich sind wir umgeben von der Wirtschaft und können nicht die Augen vor ihr verschließen. Ich bin schon gespannt, welche weiteren Eindrücke ich bis zum Ende meiner Schulbesuche mit „nach Hause“ nehmen werde, immerhin geht meine Deutschlandreise noch eine ganze Weile weiter…

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5 Antworten auf Deutschlandreise

  1. taragramm sagt:

    Ja recht hast du! Und wie schön, dass wir auch in zwei Wochen um diese Zeit auf dem Weg nach Berlin sind! Wissenschaft ist toll! 🙂

    Liebe Grüße,
    Tamara

  2. Liebe Tamara,

    wir haben wirklich Glück, dass wir durch unsere Evaluation einige attraktive Orte besuchen dürfen. Da ich eh ein großer Fan von Berlin bin, freue ich mich mindestens genauso wie Du auf unseren Trip dorthin. Und natürlich auf den Schulbesuch in Potsdam (nicht, dass wir hier falsch verstanden werden – der Besuch ist auch mit viel Arbeit verbunden!!).

    Viele Grüße,

    Sandra

  3. taragramm sagt:

    Natürlich steht die Arbeit im Vordergrund. Aber es ist ja nichts dagegen einzuwenden, wenn man einer Tätigkeit nachgeht, die auch noch Spaß macht! Es ist nämlich wirklich spannend, die Schüler live zu erleben – so bekommt man einen ganz anderen Eindruck von den Abläufen und Prozessen, die innerhalb des Projekts ablaufen. Das Engagement, mit denen uns die Schüler bei den ersten Befragungen begegnet sind, lässt mich jedenfalls zuversichtlich in Richtung Berlin blicken. 🙂

    Liebe Grüße,
    Tamara

  4. Alex sagt:

    Hi Sandra,
    ja, ihr kommt ganz schön rum – das hat neben der damit verbundenen Arbeit zum Glück auch einige Vorteile 🙂
    Vor allem ist das, was ihr beschreibt, ein großer Bonus: Einblick zu erhalten in die „Praxis“ bzw. das Projekt vor Ort. Das kam in meinem Projekt leider etwas zu kurz – wobei es dann zum Glück in der Nachfolgestudie von Eva und Sebastian nachgeholt wurde.
    Liebe Grüße,
    Alex

  5. Liebe Tamara, lieber Alex,

    @ Tamara: Du hast recht – es ist immer wieder spannend zu sehen, wie sich Schüler im Interview verhalten. Obwohl es ein und dasselbe Projekt ist, gibt es doch erhebliche Unterschiede in der Bereitschaft mit uns zu sprechen. Insgesamt erhoffe ich mir aber, dass die Schüler durch die Projektarbeit inzwischen an Selbstbewusstsein gewonnen haben bzw. selbst den Nutzen einer wissenschaftlichen Begleitung sehen.

    @ Alex: Auch Dir stimme ich zu – es ist wirklich ein großer Vorteil, wenn man das Projekt vor Ort erlebt. Denn nicht nur in Bezug auf die Diskutierbereitschaft während der Evaluation (s.o.), sondern allein schon hinsichtlich der (organisatorischen) Umsetzung des Projekts gibt es erhebliche Unterschiede. Dies ist v.a. den Lehrplänen geschuldet, die Projektarbeit in der Schule bzw. Wirtschaftsthemen jeweils unterschiedlichen Stellenwert einräumen.

    Viele Grüße,

    Sandra

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