Geblendet (von der Morgensonne) #medida15

Eine ganz neue Erfahrung: morgens um kurz nach 7 Uhr die Bahn zu nehmen, um ab etwa halb Acht den Laptop aufzuklappen und sich (gedanklich) auf die kommende Vorlesung einzustimmen. Etwa so wird in den kommenden Wochen jeder Mittwochmorgen für mich aussehen: Zwischen Acht und halb Zehn findet dann meine Einführungsvorlesung in die Mediendidaktik im großen Hörsaal 4 der Humanwissenschaftlichen Fakultät statt. Vor Vorlesungen wie diesen, die für viele Studiengänge an der Universität zu Köln geöffnet sind und große Studierendenzahlen ansprechen, habe ich als Lehrende durchaus Respekt. So gilt es für rund 270 angemeldete Studierende Inhalte auszuwählen, die ich für eine heterogene Gruppe als angemessen erachte, und eine interessante Form für die Vorlesung zu finden, die auch zum Kommen und Mitmachen einlädt.

Im Vorfeld habe ich mir daher viele Gedanken um diese Veranstaltung gemacht und ein Konzept entwickelt, das durch Forschungsorientierung gekennzeichnet ist. Weil speziell die Betreuung in forschungsorientierten Vorlesungen anspruchsvoll ist, setze ich – passend zum Thema – unterschiedliche digitale Ressourcen (LMS, internes Wiki, Blog, Twitter) ein. Zudem gibt es eine Online-Sprechstunde durch die involvierte Tutorin Sabrina. Zur direkten Ansprache der Studierenden dient Sabrina und mir vorwiegend ein narratives Instrument: Wir schreiben ab sofort regelmäßig ‚Forschungspost‘ an die Studierenden. Damit meinen wir einen (offenen) Brief zur Forschungsorientierung, der an den Stellen zum Einsatz kommt, wo die Forschungsorientierung den Studierenden zu schaffen machen könnte. Die erste Forschungspost ‚gute Reise‘ steht daher auch seit Vorlesungsbeginn online.

Ich bin schon sehr gespannt, wie das forschungsorientierte Vorlesungskonzept in Gänze aufgeht und freue mich sehr, dies auch im Rahmen von Lehre hoch n im Jahresprogramm 2016 reflektieren zu dürfen. Aber auch die (frühe) Vorlesungszeit hält einige Herausforderungen für mich parat. Denn pünktlich zur Mitte der Vorlesungszeit werde ich künftig geblendet: von der aufgehenden Morgensonne beim Blick ins Plenum. Natürlich werte ich dies als positives Zeichen – und stelle mich pragmatisch auf die andere Seite des Hörsaals.

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