Vortrag: „Spannung – Spaß – Spiel?“

Eine der Gesellschaften, mit denen man im medienpraktischen Umfeld Medien häufig zu tun hat, ist die Arbeitsgemeinschaft der Medienzentren an Hochschulen (AMH). Die AMH geht vor allem der Frage nach, wie man Entwicklungen in den Medien auch an Hochschulen Rechnung tragen kann. Dabei werden allerhand Punkte berührt, Ressourcen  und Organisationsmodelle ebenso thematisiert wie die aktive Medienarbeit mit Studierenden. Zu letzterem zählt auch die Konzeption und regelmäßige Durchführung von Campus-TV-Produktionen, die traditionell oft in Medienzentren angesiedelt und  nicht selten in die Lehre integriert sind. So kam es nicht von ungefähr, dass die AMH in der letzten Woche einen Workshop zum Thema „Workshop Campus TV – Ein Phänomen mit vielen Gesichtern“ unter der Leitung des Medienlabors der Universität Augsburg durchgeführt hat.

Ich selbst war im Workshop eingeladen, eine pädagogische Sicht auf Campus TV zu vertreten. Letzteres ist einerseits leicht, stellen Campus-TV-Projekte doch traditionelle Medien-Projekte an Hochschulen dar; anderseits ist es aber auch herausfordernd, gilt es neben der handlungsorientierten Sicht auch andere pädagogische Bereiche anzusprechen, etwa mit den Medienprojekten verbundene Ziele, Unterschiede in den Projektstrukturen, die Rolle des Lehrenden in (eher) offenen Medienprojekten, die Reflexion der medienpraktischen Erfahrungen im Kontext Hochschule u.v.m. Ich habe mich daher dazu entschieden, ein Impulsreferat mit der Überschrift „Spannung – Spaß – Spiel? Pädagogische Betrachtungen studentischer (Medien-)Projekte“ zu halten (zu den Folien). In Analogie zu einem bekannten Süßwarenprodukt habe ich dabei versucht, die Herausforderungen der Konzeption und Umsetzung von Medienprojekten zu differenzieren. Anhand einiger Beispiele, die bewusst über das Campus TV hinausgingen, ist es mir hoffentlich gelungen, drei Aspekte herauszuarbeiten:

  1. Spannung: Vom Projektlernen und der Gestaltung/Produktion von Medien
  2. Spaß: Von Höhen und Tiefen des Projektlernens im Prozess
  3. Spiel? Zu den Grenzen der Offenheit beim Projektlernen an der Hochschule

Die drei Aspekte haben in eine Diskussion übergeleitet, unter anderem zur Crux der notwendigen technischen Fähigkeiten zur Umsetzung und Gestaltung von Medien, die die Wahrnehmung anderer Lernerfolge mitunter in den Hintergrund drängt. Auch wurde eine intensive Diskussion über die Bewertung der Medienprojekte geführt, die allenthalben schwierig ist und infolge der häufigen Verankerung von Medienprojekten in der „normalen“ Lehre ein nicht zu unterschätzendes Problem ist. Zugleich wurden Peer-Modelle zur Betreuung und Bewertung von Medienprojekten angesprochen, die aus medienpraktischer Sicht häufig zur Problemlösung beitragen.

Alles in allem war es ein spannender Workshop, den ich zwar nur für einen Tag verfolgen konnte, der mir aber nochmals intensive Einblicke in die Produktion von Campus TV ermöglicht hat. Zugleich bot der Workshop einen schönen Rahmen zur Stippvisite in Augsburg – verbunden mit dem Wiedersehen vieler ehemaliger Kolleginnen und Kollegen, über das ich mich sehr gefreut habe.

Dieser Beitrag wurde unter Wissenschaft abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.