Ausschreibung einer PostDoc-Stelle an meiner Professur

An meiner Professur für Mediendidaktik ist eine PostDoc-Stelle mit einer Laufzeit von zunächst drei Jahren ausgeschrieben. Eine Bewerbung bis zum 05.01.2026 ist über das Bewerbungsportal der FernUniversität in Hagen möglich. 

Weitere Informationen zur Ausschreibung finden sich unter: https://jobs.fernuni-hagen.de/job/Wissenschaftlichen-Mitarbeiterin-%28wmd%29-im-Lehrgebiet-Mediendidaktik-%28Postdoc%29/1969-de_DE

Vom ‚umbrella term‘ zur postdigitalen Wissenschaftspraxis

Es sind wohl die KI-Themen, die das Jahr auch aus medienpädagogischer Sicht prägten, mal enger an Fragen des maschinellen Lernens oder der Algorithmizität geknüpft, mal weiter im Sinne eines ‚umbrella terms‘ für einen sich mehr oder minder schleichend vollziehenden Wandel der (Geistes-)Wissenschaften selbst. Themen, aber auch damit zusammenhängende Diskussionen werden viele sicher kennen, die sich im Feld der Medienpädagogik und Erziehungswissenschaft mit Digitalität und Bildung befassen – Ende (noch) offen, möchte man meinen. Ins allgemeine Getöse rund um KI passen dann noch Zeitungsartikel, die (wie hier in der Süddeutschen) auf veränderte Praktiken entlang der Mediennutzung und -aneignung verweisen. 

All das haben wir im zurückliegenden Forschungskolloquium zum Anlass genommen, danach zu fragen, wie „KI“ unterschiedlicher Couleur Einfluss nimmt auf die eigene wissenschaftliche Arbeit, aber auch darauf, wie sich eine postdigitale Wissenschaftspraxis darstellen könnte. Unter den Leitfragen, was sich wieder ändern sollte oder auch, was schlicht ‚weg‘ könnte, haben wir dann schließlich über Fragen diskutiert, die über KI im engeren Sinne auch hinausgehen, etwa über ‚Publish or Perish‘ als Prinzip, das die Nutzung von KI triggern dürfte, die allenthalben sichtbare Praxis der sogenannten KI-Leitlinien wie auch konkreter Lehr-Lern-bezogener Fragen, wenn sich Vermittlungsfragen nämlich interessanterweise nunmehr öfter wieder auf das Was (weniger auf das Wie) konzentrieren. 

Nicht von ungefähr kam, dass wir auch Fragen von Autor*innenschaft (etwa auch im Lichte von Barthes) in den Fokus nahmen. Spannend wars so kurz vor den Feiertagen!

Erziehungswissenschaft nach ChatGPT (Mitteilungsheft Erziehungswissenschaft 70)

In den ersten Monaten meiner Amtszeit in der DGfE war ich mit der Ausgestaltung des Thementeils der Mitgliederzeitschrift Erziehungswissenschaft 01/2025 befasst. Dieser Thementeil knüpft unmittelbar an Fragen von Digitalisierung an, mit denen ich ja bekanntermaßen für den Vorstand ‚angetreten‘ bin. Allerdings war mir wichtig, nicht den nächsten Band zur Digitalisierung zu kuratieren, sondern Zuspitzungen in Perspektivnahme aktueller Diskussionen in gesellschaftlicher Tragweite vorzunehmen. Vor dem Hintergrund dieser Überlegungen kam ich bei den großen Sprachmodellen und den damit auch öffentlich verbundenen Umwälzungen an – und daran gewissermaßen auch gar nicht vorbei. Gerade die Diskussionen um Chatbots und ihnen eingeschriebene (Trainings-)Mechanismen brachten mich dazu, in der allerersten Sitzung des damals noch frisch zusammengesetzten DGfE-Vorstands das Thema zu pointieren – und zwar in Richtung von „Erziehungswissenschaft nach ChatGPT“. 

Bei dem Thema ist es geblieben und ich bin sehr froh, dass sich so viele Kolleg*innen aus der Erziehungswissenschaft und aus angrenzenden Disziplinen an der Ausgestaltung des Mitteilungshefts beteiligt haben. Allen voran möchte ich Burkhard Schäffer erwähnen, mit dem ich den Thementeil letzthin zusammen auf den Weg gebracht habe. Hinter uns liegen viele, durchweg anregende Diskussionen und Telefonate zur Frage, wie wir die Erziehungswissenschaft nach ChatGPT eigentlich selbst verstehen möchten und wie wir das kleine Wörtchen „nach“ meinen könnten. Nicht alle bilateralen Diskussionen konnten wir in unserer Einleitung hinterlegen, so mache Frage und avisierte Konsequenz aber doch. Mit Veröffentlichung des Hefts können unsere vorläufigen Überlegungen nun nachgelesen werden. 

Mit unseren einleitenden Worten wollten wir u. a. zeigen, dass es bereits zahlreiche Anschlüsse und inhaltliche wie auch methodisch gelagerte Diskussionen innerhalb der Sektionen der Erziehungswissenschaft gibt. So ist auch dieser Band von einer Vielfalt der Diskussionen gekennzeichnet: Er wirft Fragen von ChatGPT als Werkzeug für die (Erziehungs-)Wissenschaft ebenso auf wie ein Platzgreifen von Regimen. Es finden sich Beiträge zu konkreten Einflüssen auf Gegenstandsbereiche oder präzise Blicke auf tradierte Methoden und Optionen für ihre Weiterentwicklung. Deutlich werden damit auch die gewissermaßen typischen Herangehensweisen an ein uns alle betreffendes Thema – und das aus Sicht von vielen. Ich möchte daher an dieser Stelle die Gelegenheit nutzen, den Kolleg*innen für ihre Beteiligung am Thementeil zu danken. Nur so konnte es gelingen, Fragen einer Erziehungswissenschaft ‚nach‘ ChatGPT in der Breite zu fokussieren. 

Im Zusammenhang mit der Themensetzung des Hefts kam es gelegen, dass die DGfE parallel mit der Überarbeitung ihrer forschungsethischen Prämissen befasst war und ist. So ist es uns gelungen, das Heft im Bereich der Debatten um diese sich anschließenden Themen noch anzureichern. Wie gehen wir als Erziehungswissenschaftler*innen mit dem Aufkommen künstlicher Intelligenzen und maschinellem Lernen um? Wie verändern diese unseren Alltag als Wissenschaftler*in bereits? Wie transparent geschieht all das und was lässt sich eigentlich noch genau mit Blick auf KI nachvollziehen? Im Sinne einer offenen Debatte und Kontroverse laden insbesondere zwei Beiträge zur Vertiefung der damit verbundenen Fragen für unser Fach ein.

Die Arbeit an diesem Heft hat mir wirklich große Freude bereitet, trotz oder gerade wegen des Tempos, das wir zwischenzeitlich aufgenommen haben. Klasse finde ich auch, dass alle genannten Beiträge einzeln wie auch gemeinsam auf den Seiten des Budrich-Verlags zur Verfügung stehen (hier geht’s nochmals zum Download). Die Texte tragen, das wäre meine mit dem Heft verbundene Hoffnung, nun allesamt zur weiterführenden Diskussion über Erziehungswissenschaft sowie zur Vertiefung einzelner Fragen nicht zuletzt im Kontext der Lehre bei. Ich wünsche allen daher eine angenehme Lektüre und freue mich auf vielfältige Anregungen zum gemeinsamen Weiterdenken!

Herzliche Einladung

… zur Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) zum Thema „Wissenschaftsfreiheit als Grundrecht und Grundpfeiler der Demokratie“!

Das Tagungsprogramm weist die Vielfalt aktueller Diskussionen rund um Wissenschaftsfreiheit aus. Es bewegt sich in der Schnittmenge erziehungswissenschaftlicher und demokratiepolitischer Fragen. Auf den Seiten der DGfE finden sich seit heute online weiterführende Informationen, auf die ich hiermit gerne verweisen möchte.

Zu den Eckdaten der Veranstaltung: Die Herbsttagung findet vom 28. November 2025 bis 29. November 2025 in Erkner bei Berlin statt. Eine Anmeldung ist ab sofort möglich.

„Scheinbare Gewissheiten und notwendige Selbstverständigungen“ rund um Medienkompetenz und Medienbildung

Ob die Medienpädagogik ein Update braucht, fragt die neueste Ausgabe der merz-Wissenschaft. Die Frage regt zur Reflexion darüber an, was Medienpädagogik ist und im interdisziplinären Gefüge sein kann. Gerne verweise ich daher hier auf das Münchner Heft und wünsche bei der Gelegenheit auch viel Freude mit unserem Artikel, der – wie es im Editorial heißt – diese Frage einleitend bearbeiten würde. So zeichnen Eik Gädeke und ich unter der Überschrift „Medienpädagogik in einer datafizierten und plattformisierten Gesellschaft“ vor allem die Linien nach, entlang derer sich Konzepte von Medienkompetenz und Medienbildung einerseits entwickelt und andererseits im Diskurs gefestigt haben. Das ist schon allein deswegen interessant, weil der Diskurs insbesondere um Medienkompetenz von unterschiedlichen Erwartungen inzwischen auch überformt wird. Was macht das mit Medienpädagogik in einer datafizierten und plattformisierten Gesellschaft, wird ihr disziplinenbezogenes Wissen rund um zentrale Konzepte dadurch womöglich erst prekär?

Gädeke, E. & Hofhues, S. (2024). Medienpädagogik in einer datafizierten und plattformisierten Gesellschaft: Scheinbare Gewissheiten und notwendige Selbstverständigungen. medien + erziehung (merz) Wissenschaft. 6. 15-26.

Zugänge des Verstehens: Konturen erziehungswissenschaftlicher Digitalisierungsforschung

Zwei Jahre nach der Hagener Tagung zur „digitalen Hermeneutik“ ist der gleichnamige Band der Kollegen Thomas Bedorf und Peter Risthaus bei Hagen University Press erschienen. Zwischen „Maschinen – Verfahren – Sinn“ bewegen sich sodann die Beiträge des Bandes, zu dem ich auch einen Artikel zum Thema erziehungswissenschaftlicher Digitalisierungsforschung beisteuern durfte. Weil Bände, die bei h.u.p. erscheinen, in aller Regel Open Access zur Verfügung stehen, nutze ich die Gelegenheit, hier auf diesen Beitrag aufmerksam zu machen. 

Hofhues, S. (2024). Zugänge des Verstehens: Konturen erziehungswissenschaftlicher Digitalisierungsforschung. In Th. Bedorf & P. Risthaus (Hrsg.), Digitale Hermeneutik. Reihe „Digitale Kulturen“ (Band 2) (S. 81-92). Hagen: h.u.p. (Download)

Erschienen: Jahrbuch Medienpädagogik 21

Es gehört zur Tradition der Herbsttagung der Sektion Medienpädagogik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE), dass die Beiträge der Konferenz im Nachgang zur Beteiligung im Jahrbuch Medienpädagogik eingeladen werden. Ebenso wichtig ist es der Sektion, dass der Rückblick auf Aktivitäten des letzten Jahres pünktlich zur Herbsttagung des Folgejahres zur Verfügung steht. So passt es ausgesprochen gut, dass dieser Tage das Jahrbuch Medienpädagogik 21, herausgegeben von Claudia de Witt, Sandra Hofhues, Mandy Schiefner-Rohs, Valentin Dander und Nina Grünberger, auf den Seiten der Online-Zeitschrift MedienPädagogik erschienen ist. 

Das Jahrbuch 21 blickt „[m]it Medienpädagogik in die Zukunft“, was wir als Herausgebende „angesichts der disruptiven Tendenzen von Künstlicher Intelligenz und weiterer Technologien für Individuum und Gesellschaft für unabdingbar“ (aus dem Klappentext) erachten. Die Beiträge knüpfen somit unmittelbar auch an unserer Herbsttagung der Sektion Medienpädagogik in Hagen an, was die zurückliegende Arbeit im Kontext des Bandes (Einladungen zum Beitrag, Begutachtungen, Überarbeitungen, Verfassen einer Einleitung, …) fast vergessen lässt. 

In dem Sinne: Angenehme Lektüren!

De Witt, Claudia, Hofhues, Sandra, Schiefner-Rohs, Mandy, Dander, Valentin & Grünberger, Nina (2024). Mit Medienpädagogik in die Zukunft. Entwürfe, Begründungen und (inter-)disziplinäre Begegnungen (Jahrbuch Medienpädagogik 21). Online-Zeitschrift MedienPädagogik. https://doi.org/10.21240/mpaed/jb21.X

Beitrag zur datafizierten Schule im Heft zur Bildungsforschung und pädagogischen Theorie in der Zeitschrift für Pädagogik erschienen

Die Freude ist groß, dass unser Beitrag zur datafizierten Schule in der neuen Ausgabe der Zeitschrift für Pädagogik erschienen ist. Hinter uns liegen Monate umfassender Auseinandersetzung mit empirischen Ergebnissen aus dem All is Data-Projekt, verbunden mit Theoretisierungen im Zuge unserer Artefaktanalyse und zweifelsohne sehr unterschiedlichen Rückmeldeschlaufen. Vor diesem Hintergrund hat sich der Beitrag in eine Richtung entwickelt, die letztlich darauf fokussiert, wie Schule sozial hervorgebracht wird. Anders als unser Beitrag im Band „Datafizierung in der Bildung“ (Download .pdf), der einen empirischen Fokus aufweist, arbeiten Maike Altenrath, Paul Weinrebe und ich in diesem Artikel die „Organisation als Kristallisationspunkt einer Auseinandersetzung mit Daten“ heraus. Wir kommen zu dem Schluss, „dass Prozesse der Datafizierung letztlich zum Kristallisationspunkt von Betrachtungen werden, wie die Organisation von Schule sozial hervorgebracht und damit bestimmt und legitimiert wird“ (aus dem Abstract). Wir folgen, dass „die datafizierte Schule genaue und diverse Blicke auf ihre sozio-technischen Ausdrucksformen“ (ebd.) erfordert, „was abschließend auch als Forschungsprogramm zu lesen ist“ (ebd.).

Hofhues, S., Altenrath, M. & Weinrebe, P. (2024). Die datafizierte Schule. Organisation als Kristallisationspunkt einer Auseinandersetzung mit Daten. Zeitschrift für Pädagogik. 5. 691-707.

Unter dem Titel Beiträge zur Bildungsforschung und pädagogischen Theorie versammeln sich überdies weitere Beiträge mit Blick auf Schule in diesem Heft. Wer mag und zugreifen kann: Die ‚ganze‘ Zeitschrift und damit auch unser Beitrag sind schon jetzt im Format ‚online first‘ zugänglich.

Was ist (schon) gerecht? | Digitale Lerninfrastrukturen im Spiegel aktueller Forschung

An unterschiedlichen Stellen habe ich bereits angedeutet, dass ich mich im Rahmen meines Forschungssemesters gezielt mit Fragen von Normativität befasse. Besonders interessieren mich dabei Normativitäten, die durch unser aller Vorstellungen in formale Bildung, insbesondere aber ins Studium und damit der Hochschulbildung eingeschrieben sind und durch Technologie weiter verfestigt werden. Und genau das bedeutet leider auch: Bildungsungleichheiten werden gerade nicht durch den vermeintlich gezielten Einsatz von digitalen Lerninfrastrukturen abgebaut. Zu diesem Schluss komme ich auch deswegen, weil wir aufgrund von > 70 Jahren diesbezüglicher Forschung wissen, dass Technik allein kaum im Stande ist, das Lernen zu verändern oder – Gesellschaft als das große Ganze im Blick – ‚gerechter‘ zu machen. Stattdessen reproduzieren Forschende wie Akteur*innen einer ‚digitalen Bildung‘ vielfach Vorstellungen eines solchen Glaubens, was mich immer deutlicher nach den Grenzen von Technologie fragen lässt. Denn was gerecht ist, lässt sich nicht damit beantworten, dass eine beliebige Plattform für das eigene Lernen zum Einsatz kommt. Stattdessen findet hier Verantwortungsdelegation ‚nach unten‘ statt und damit eine Beteuerung von Selbstorganisation, die nicht einmal mehr nach der Selbstorganisationsfähigkeit von Menschen fragt und die ohnehin ausgeprägte Konsumhaltung bei Lernenden als Nutzer*innen verstärkt. Und Nutznießer*innen dieser Entwicklungen sind zugleich andere.

In die allgemeinen Überlegungen rund um die in meinem professionellen Feld noch immer ausgeprägte Möglichkeitsorientierung reihten sich in der zurückliegenden Woche gleich zwei Termine ein:

So fand (1) ein Treffen in ganz kleiner Runde statt, das sich entlang bildungspolitischer Initiativen letztlich an der Frage abgearbeitet hat, was im Kontext von Plattformökonomie(n) gerecht ist respektive sein kann. Mit dieser Frage bin ich in unterschiedlichen Forschungszusammenhängen ständig befasst, dass ich nicht lange brauchte, um einem solchen Treffen zuzustimmen, im Gegenteil: Gerade weil der Glaube an Technologie weiterhin geradezu ideologisch aufgeladen ist, war sehr erfrischend, dass wir in dieser Runde unter Forschenden der Erziehungs- und Sozialwissenschaft sowie Informatik rasche Einigkeit erzielen konnten, was uns gegenwärtig (an-)treibt – und wir dementsprechend viel lieber darüber ins Gespräch kamen, wie sich Gerechtigkeit im Spiegel aktueller Forschung ‚fassen‘ lässt, einschließlich der Prämisse, aktuelle Formen von Datafizierung nicht einfach fortzuschreiben (für einen Überblick siehe unseren bald verfügbaren Band ausgehend vom Aid-Projekt). Solche diskursiven Gespräche über Grenzen hinweg sind in aktueller Wissenschaft selten geworden und inspirieren mich und meine Arbeiten daher sehr. 

Auch das Wissenschaftsgespräch des diesjährigen Dies Academicus der FernUniversität in Hagen war (2) ausgerichtet auf die Frage, „[w]ie Technologie das Lernen, das Bildungssystem und die Hochschulen verändert“. Neben dem Kollegen Thomas Ludwig war ich zum Gespräch vor interessiertem Publikum mit der Rektorin eingeladen, worüber ich mich nicht zuletzt deswegen sehr gefreut habe, weil ich Runden dieser Art aus unterschiedlichen Gründen interessant und auch wichtig finde: Anhand von sehr konkreten Beispielen wie ChatGPT konnten wir über eine Automatisierung des Lernens sprechen und angesichts der Konstellation der Beteiligten waren wir jeweils zur Positionierung aufgefordert. Auch deswegen standen Grenzen einer Optimierung von Lernen und Bildung gleichermaßen im Raum wie Fragen von Heterogenität, einschließlich aller Erwartungen, die mit einer (vermeintlichen) Individualisierung von Lernen und Bildung einhergehen. Gerade weil (Bildungs-)Technologien hier nicht ‚gerecht‘ agieren, war mir wichtig, auf die Grenzen unseres Handelns auch ökonomiekritisch zu verweisen. Auf welches Problem Digitalisierung die Lösung ist, stand frei nach Armin Nassehi somit einmal mehr im Raum.

Hybride Lebenswelten 

Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift Schüler_innen widmet sich hybriden Lebenswelten und versammelt vor diesem Hintergrund allerhand wichtige Positionen, die mitunter auch im Widerstreit zueinander stehen. Neben unterschiedlichen medienpädagogischen Relevanzsetzungen wird in dem Zusammenhang auch die Zukunft des Lernens adressiert – einem gewiss wichtigen Thema, das aber noch viel mehr eins verdeutlicht: unser aller Sehnsucht danach zu wissen, wie das Lernen in der Zukunft vonstatten gehen könnte.

Wie ich dieser Ungewissheit als Wissenschaftlerin begegne, habe ich in meinem zweifelsohne kurzen Beitrag zur Zukunft des Lernens mit KI gezeigt. Wie selbstverständlich eignete ich mir hierfür ChatGPT an, hinterfrage aber nicht weniger deutlich, welche Ausschnitte von Lernen und Bildung mir auf diese Weise innerhalb eines Social Bots als Interface präsentiert werden. Herausgekommen ist dabei ausnahmsweise ein ‚geschlossener‘ Beitrag. Interessierte können mich daher gerne für eine Vorversion anschreiben. 😉

Hofhues, S. (2023). Regenerate Response. Die Zukunft der Bildung mit KI diskutiert. SCHÜLER. Hybride Lebenswelten. 14-15.