Was ist eine „Virtuelle Universität“?

Auf die Suche nach Antworten auf diese Frage haben sich seit einiger Zeit Kolleg*innen der Ruhr-Universität Bochum gemacht, und einige dieser Antworten dokumentieren sich zum Beispiel in Buchform, zuletzt im gleichnamigen Band zur „Virtuellen Universität“ (Breil & Sprenger, 2026).

Ein schöner Band zur „Virtuellen Universität“ ist es geworden, möchte ich den Herausgebenden zurufen, und ihn – den Band – nicht nur deswegen gleich hier verlinken. Warum ich den Band schön finde, lässt sich in wenigen Worten wohl kaum beschreiben – mir gefällt der kuratierte Zuschnitt des Themas sehr gut; zugleich finde ich die Akzente der einzelnen Beitragenden im interdisziplinären Zusammenspiel äußerst anregend. Ich möchte mich folglich auch für die Gelegenheit bedanken, zusammen mit Thorsten Lorenz einen Beitrag zu Bildungstechnologien beisteuern zu dürfen (Lorenz & Hofhues, 2026). Da der Band wirklich ganz frisch bei transcript erschienen ist, reichte die Zeit nun noch nicht für eine umfängliche Rezension. Aber ich werde sicher weiter in den einzelnen Beiträgen stöbern, den Band vermutlich sogar ‚linear‘ lesen und entsprechend auf mich wirken lassen. Zu Jahresbeginn ist dafür ja – zum Glück – etwas mehr Zeit als sonst.

In dem Sinne wünsche ich allen Leser*innen nicht nur ein frohes neues Jahr, sondern gleich auch anregende Lektüren mit diesem Buch- und Lesetipp. 

Breil, P. & Sprenger, F. (Hrsg.) (2026). Virtuelle Universität. Bielefeld: transcript.
Lorenz, T. & Hofhues, S. (2026). Bildungstechnologien. WissensREproduktion in der virtuellen (Hoch-)Schule. In P. Breil & F. Sprenger (Hrsg.), Virtuelle Universität (S. 59-71). Bielefeld: transcript.

Druckfrisch: „Mikroformate“

Zusammen mit meinen (inzwischen ehemaligen) Kollegen des Intermedia-Studiengangs der Universität zu Köln – Peter Moormann, Manuel Zahn, Patrick Bettinger, Helmke Jan Keden und Kai Kaspar – habe ich im zurückliegenden Jahr an einem Band zum Thema „Mikroformate“ gearbeitet, der nun im kopaed Verlag erschienen ist.

Aus dem Klappentext: „Kurztexte, Samples, GIFs, Memes, Micro Movies, Instagram-Stories und andere kleine und kurze mediale Formen genießen in den gegenwärtigen Medienkulturen Popularität. Gemein sind ihnen Verkürzungen und Verdichtungen, die in audio/visueller Form sowie textuellen Varianten erscheinen und im World Wide Web zirkulieren. Der Band nähert sich diesen aktuellen Phänomenen aus interdisziplinärer Perspektive und fasst sie als Mikroformate. Der Begriff schließt sowohl die rahmenden, medienindustriellen und institutionellen Bedingungen mit ihren Strategien der Formatierung als auch die Praktiken der Produktion, Rezeption und Kommunikation der Nutzer*innen ein.
Zentrale Fragen des Buchs sind u.a.: Was unterscheidet die gegenwärtigen Mikroformate von früheren medialen Formaten? Welche Logiken zeichnen Mikroformate im Kontext des Digitalen aus? Welche Ästhetiken kommen in aktuellen Mikroformaten zum Ausdruck? Wie zeigen sich potenziell neue Produktions- und Rezeptionspraktiken? Wie zeitigen Mikroformate mögliche neue Formen der kulturellen Sinn- und Bedeutungsproduktion? Und nicht zuletzt: Wie können wir den Mikroformaten samt ihrer Effekte pädagogisch begegnen?
Der Band versammelt theoretische Positionen, phänomenografische Studien und pädagogische Anwendungen zum Forschungsfeld der Mikroformate aus den Bereichen der Medien- und Musikästhetik, Kunst-, Medien- und Musikpädagogik sowie Medienpsychologie.“

Mir hat die Arbeit am Band (und auch an der vorausgehenden Tagung) sehr viel Spaß gemacht, sodass ich mich sehr über das gesamte Buch freue und – wie immer – interessante Lektüren wünsche.

Quelle: Moormann, P., Zahn, M., Bettinger, P., Hofhues, S., Keden, J.-H. &  Kaspar, K. (2021). Mikroformate. Interdisziplinäre Perspektiven auf aktuelle Phänomene in digitalen Medienkulturen. Reihe Kunst – Medien – Bildung. München: kopaed.